Blutegeltherapie
Behandlung mit Blutegeln
Seit hunderten von Jahren wird die Blutegeltherapie (Hirudotherapie) praktiziert.
Das Spektrum der zu behandelnden Krankheiten hat sich in den letzten Jahren aufgrund moderner wissenschaftlicher Erkenntnisse um ein vielfaches erweitert.
Hierbei macht man sich nicht nur den „sanften Aderlass“ zu Nutze, sondern erhofft sich auch durch die Abgabe bestimmter Stoffe im Speichel des Egels während des Saugaktes eine Linderung der Symptome.
Die Blutegelbehandlung ist eine sanfte Behandlungsform, die oft mit einer sofortigen und lang anhaltenden Wirkung beeindruckt.
Mit der, unter Anderem, stoffwechselanregenden und entzündungshemmenden Wirkung des Ringelwurms, kann sie in vielen Bereichen genutzt werden und bezieht sich nicht nur auf die Behandlungen des Bewegungsapparates.
Bei der Behandlung wird eine, auf die Indikation angepasste Anzahl von Egeln an die betroffene Stelle gesetzt.
Für ihren Saugakt benötigen sie meist einen Zeitraum von ca. 30 Minuten bis 1 1/2 Stunden.
Anschließend fallen sie gesättigt von selbst ab und das Blut kann, aufgrund des Gerinnungshämmers im Speichel, eine lange Zeit kontinuierlich als kleines Rinnsal abfließen.
Für die Behandlung werden ausschließlich medizinische Blutegel der Gattung Hirudo officinalis verwendet, die über eine spezielle deutsche Blutegelzucht bezogen werden und in Aquarien auf den Einsatz an Ihrem Tier warten.
Homöopathie
Die klassische homöopathische Behandlungsmethode.
Die Homöopathie ist eine Therapieform, die von dem Arzt und Chemiker Christian Friedrich Samuel Hahnemann in einer Reihe jahrelanger Versuche und Experimente entwickelt wurde.
Das Wort Homöopathie setzt sich aus den zwei griechischen Wörter „homios“ für „ähnlich und „pathos“ für Leiden zusammen. Es ist somit eine Kurzfassung der Aussage Hahnemanns, „ Simila Similibus Surentur“, was so viel heißt wie, „lass Ähnliches von Ähnlichen geheilt werden“.
Bei einer Krankheit geht man von einer Dysharmonie im Körper aus. Diese wird durch eine Gabe eines Mittels behoben, welches in einem gesunden Körper Krankheiten hervorrufen würde.
Damit es hierbei nicht zu Schädigungen im Körper führt, werden die Stoffe potenziert und lediglich die dadurch verstärkte Information in den Körper eingebracht.
Somit werden die Selbstheilungskräfe des Patienten, ob auf organischer, oder psychischer Ebene aktiviert.
Nach diesem Ähnlichkeitsprinzip erfolgt die homöopathische Arzneimittelwahl.
Bei einem ganzheitlich eingehenden Gespräch (Anamnese) werden alle Symptome des Tieres zusammengefasst, um so ein passendes Mittel heraus zu finden.
Ein kurzes Sinnbild, wie der Körper auf eine homöopathische Arzneimittelgabe reagiert…:
Man stelle sich vor, der Körper wäre ein Computer mit einer Software, die durch bestimmte Einflüsse Schaden genommen hat.
Legt man nun in diesen Computer eine CD-Rom (das homöopathische Mittel) mit einem, nennen wir es „Reparaturprogramm“, oder gar eine neue Software ein, so wird diese gelesen und die darauf beschriebene Information
übernommen.
Besonders gut hat sich diese Methode bei der Behandlung von Tieren bewährt, da diese sich durch ihr sehr ursprüngliches und reines Wesen meist sehr gut harmonisieren lassen.
Westliche Phytotherapie
Die klassische Kräuterheilkunde & Pflanzenheilkunde
Die westliche Kräuter- oder auch Phytotherapie beschreibt die „klassische Kräuterheilkunde“ und wird seit Urzeiten im westlichen Kulturraum praktiziert. Hierfür werden Pflanzen, deren Bestandteile und daraus hergestellten Präparate verwendet.
Die Auswahl der Kräuter erfolgt nach der Symptomatik und die Dosierung ist abhängig von dem jeweiligen Tier.
Bekannte Vorreiter der heutigen Therapie waren zum Beispiel der alte Alchemist Paracelsus und früher noch, Hildegard von Bingen.
Die verwendeten Kräuter wirken auf unterschiedlichster Weise durch ihre Inhaltsstoffe.
Sie können oral, zum Beispiel in getrockneter Form, als Tropfen, oder als Tee verabreicht, lokal als Salben, Tinkturen, oder Wickel, auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden.
Auch ätherischen Öle und ihre Aromen werden bei verschiedensten Krankheitsfällen verwendet.
Nicht nur körperliche Gebrechen, sondern auch psychische Aspekte können mit der Kräutertherapie, wie auch mit der Homöopathie sehr gut beeinflusst werden.
